Fallbeispiele zeigen, in welchem Ausmass eine bedarfsgerechte Demenzversorgung die Betroffenen finanziell belasten würde. Bei alleinstehenden Menschen mit mittelschwerer oder schwerer Demenz würden die Kosten die jeweiligen AHV-Maximalrenten überschreiten. Ausserdem sind die Unterschiede zwischen den Gemeinden beträchtlich. Die Differenzen erklären sich durch Leistungsbereiche, für die es keine nationalen Tarifstrukturen gibt, wie zum Beispiel Unterstützungsleistungen in Haushalt und Administration sowie durch Leistungen in der Pflege, wo es grosse Unterschiede bei der Umsetzung der Restfinanzierung durch die Kantone gibt.

Fallbeispiele:

Fall 1

Fall 2

Fall 3

Fall 4

Im Fall 1 wird angenommen, dass eine Frau (76) eine leichte, von der Memory Clinic diagnostizierte Demenz vom Typ Alzheimer hat. Begleitsymptome der Krankheit sind depressive Verstimmungen. Die Frau lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann zu Hause in einer Wohnung mit Lift. Der Ehemann ist 78 Jahre alt, hilft im Haushalt mit, ist gesundheitlich fit und fährt noch Auto. Zwei Kinder wohnen in der Region.

Laufende Kosten nach Kanton in CHF

Grafik fehlt hier

Laufende Kosten nach Leistungsbereich in CHF

Grafik fehlt hier

Im Rahmen der Studie definierten Fachpersonen und Angehörige die benötigten Leistungen und jeweiligen Mengen für eine bedarfsgerechte Demenzversorgung. Anschliessend wurden für vier fiktive Fälle die Kosten für eine solche bedarfsgerechte Demenzversorgung in 15 Gemeinden der Schweiz berechnet.

Hinweis: die Kosten aus dieser Studie können aufgrund grosser methodischer Unterschiede nicht hochgerechnet und mit den Kosten aus gesellschaftlicher Perspektive verglichen werden.

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