Ist es möglich, einer Demenz vorzubeugen? Lässt sich der Krankheitsverlauf verzögern? Wir erklären, was unter Demenzprävention zu verstehen ist.

Oftmals wird zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterschieden:

Die Primärprävention, oft einfach als Prävention verstanden, zielt darauf ab, eine Erkrankung durch bestimmte Massnahmen zu verhindern. Die Primärprävention richtet sich somit an gesunde Personen. Ein gesunder Lebensstil kann beispielsweise das Risiko einer Demenzerkrankung verringern. Da es jedoch keine Massnahme gibt, die vollständig vor einer Demenzerkrankung schützt, spricht man häufig von Risikoreduktion.

Wenn jemand erkrankt ist, zielt die Sekundärprävention darauf ab, das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern. Deshalb richten sich hier die Präventionsmassnahmen an Personen in einem frühen Krankheitsstadium. Bei Demenz besteht das Ziel darin, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität, so lange wie möglich hochzuhalten, z. B. durch Gedächtnistraining.

Die Tertiärprävention  möchte verhindern, dass Krankheiten chronisch werden und Folgeerkrankungen oder Komplikationen auftreten. Deshalb richtet sie sich an Personen, die bereits erkrankt sind und Symptome zeigen. Praktische Ernährungstipps können beispielsweise Menschen mit Demenz anregen, sich ausgewogen zu ernähren und einer Mangelernährung vorzubeugen. Verhaltensauffälligkeiten und psychische Symptome lassen sich etwa durch ein demenzfreundliches Umfeld vermeiden.

Demenzprävention hat somit unterschiedliche Ziele, je nachdem, ob sie sich an gesunde Menschen oder an bereits erkrankte Personen richtet. Im Grundsatz gilt jedoch: Es ist nie zu früh und nie zu spät, mit Demenzprävention anzufangen.

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