Je weiter fortgeschritten eine Demenzerkrankung ist, desto weniger können Betroffene für sich selbst sorgen. Dies betrifft auch die Körperpflege und An- und Auskleiden. Oft fehlt Menschen mit Demenz die Einsicht, dass sie Hilfe benötigen. Dadurch können Spannungen entstehen.

Taktvoller Umgang und viel Geduld sind angesagt

Der Einstieg ist wichtig: Fragen Sie die betroffene Person zuerst, ob Sie helfen dürfen.

Ermutigen Sie die betroffene Person, möglichst viel selbst zu erledigen, auch wenn es dadurch länger dauert. Geben Sie schrittweise Anweisungen. Führen Sie nur das zu Ende, was der oder die Betroffene selbst nicht tun kann. Beim Zähneputzen reicht es oft, der Person die Zahnbürste zum Mund zu führen, wonach die Person von sich aus weiterputzt.

Respektieren Sie Gewohnheiten und Vorlieben, falls diese bekannt sind.

Wenn die Körperpflege nicht gut ankommt:

Es kann verschiedene Ursachen haben, wenn sich jemand gegen die Körperpflege wehrt. Wichtig ist, dass Sie darauf reagieren:

  • Um eine Person an das Wasser zu gewöhnen, könnten Sie ihr zuerst nur die Hände waschen, dann Fussbäder durchführen und erst später den ganzen Körper waschen.
  • Gestalten Sie die Körperpflege so angenehm wie möglich. Beachten Sie die Intimsphäre und entkleiden Sie die Person nicht vollständig. Achten Sie darauf, wie die Person auf die Wassertemperatur reagiert.
  • Informieren Sie die Person über die einzelnen Schritte des Vorgangs und kommunizieren Sie auch per Körpersprache. Beispielsweise hilft es, den Arm der Person zu berühren, bevor Sie diesen waschen.
  • Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf etwas, das die Person interessiert; zum Beispiel auf ein Musikstück oder einen Gegenstand, den sie mag.

Manchmal wird die Unterstützung durch beruflich Pflegende besser akzeptiert als die Hilfe von Angehörigen. Machen Sie Gebrauch von Angeboten wie der Spitex.

An- und Auskleiden

Das An- und Ankleiden ist herausfordernd für Menschen mit Demenz. Nicht immer ist die Kleiderwahl für die Jahreszeit angemessen. Manchmal stimmt die Reihenfolge der Kleidungsstücke nicht. Auch hier gilt: Die Person soll unabhängig handeln dürfen. Beobachten Sie, wo ihre Schwierigkeiten liegen. Bieten Sie darauf konkret Hilfeleistung. Lassen Sie der Person Zeit.

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