Eine Demenz ist keine körperlich schmerzhafte Krankheit. Allerdings können Betroffene aus anderen Gründen unter Schmerzen leiden. Um diese zu erkennen, ist von Betreuenden besondere Aufmerksamkeit gefordert. Denn Menschen mit Demenz sind oftmals nicht in der Lage, Schmerzen zu erkennen oder darüber zu reden. Das ist sogar dann der Fall, wenn sie noch relativ gut sprechen können.

Nicht oder schlecht behandelte Schmerzen verursachen unnötiges Leid. Dazu kommt, dass sie das psychische Wohlbefinden massiv einschränken. Wie erkennen Sie also die Schmerzen von Menschen mit Demenz?

Anzeichen von Schmerzen

Sprechen Sie die Person an, bei der Sie Schmerzen vermuten. Berühren Sie die Stelle und fragen Sie: «Tut es dir da weh?» Auch Schmerzskalen oder das Führen einer Art Tagebuch zum Verhalten der betroffenen Person (siehe Pflegeplanung) kann hilfreich sein. Durch das genaue Beobachten einer Person können Sie mögliche Anzeichen von Schmerzen feststellen. Beispiele solcher Anzeichen:

Verändertes Verhalten: Die betroffene Person ist aggressiver, gereizter oder unruhig. Oder: Sie zeigt Rückzugsverhalten, wirkt ängstlicher, niedergeschlagen, teilnahmslos. Auch Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen sind Anzeichen.

Die nonverbale Kommunikation der betroffenen Person deutet auf Schmerzen hin: Stöhnen, Jammern, Weinen, aber auch Schreien und Fluchen oder Schwitzen. Der Blick ist trauriger oder ängstlicher, die Zähne zusammengebissen, die Körpersprache steif und verkrampft. Auch das Schonen eines bestimmten Körperteils ist ein starker Hinweis auf Schmerzen.

Bei Verdacht auf Schmerzen oder bei Schmerzen, deren Ursache man nicht kennt, ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt nötig. Danach kann die richtige Behandlung eingeleitet werden.

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